KI-Agenten - Spielerei oder Revolution?

Shownotes

Hallo und herzlich willkommen zu unserer heutigen Episode! Wir entführen euch in die faszinierende Welt der KI-Agenten, vorgestellt von Brigitte Hulliger am dänk!symposium. Stellt euch vor: Eure Mailbox ist morgens schon aufgeräumt, Termine optimiert, To-Dos priorisiert – automatisch, über Nacht. Was nach Zukunft klingt, ist Brigitte Hulligers Alltag dank Miss Bizzy, ihrer Königin der KI-Agenten.

Brigitte Hulliger, Gründerin von Break the Box, Dozentin und Verwaltungsrätin, fühlte sich überfordert von E-Mails und Administration, die sie von ihrer Denkarbeit abhielten. Sie war zu ihrer eigenen schlecht bezahlten Assistentin geworden und mochte weder E-Mails noch Administration. Der Wendepunkt kam an einem frustrierten Freitagabend im Januar, als sie beschloss, eine E-Mail nicht selbst zu beantworten, sondern einen KI-Agenten dafür zu bauen. Diese Idee entwickelte sich zur Vision eines umfassenden Systems, das E-Mails, Wissensdatenbanken, Kalenderaufgaben, Statusberichte und Rechnungscontrolling automatisiert.

Miss Bizzy ist Brigittes digitale Assistentin, die Aufgaben delegiert, sobald Brigitte sie anspricht. Ihre Crew umfasst:

Queue Quill, der E-Mail-Magier, der E-Mails verarbeitet, kategorisiert, Verfügbarkeiten prüft und Antwortvorschläge erstellt.
Lexi Loom, ihr erweitertes Gehirn, das Wissen kuratiert und durchsuchbar macht, auch vertrauliche Verwaltungsratsdokumente dank eigenem Server-Setup.
Orbit Orion, der unsichtbare Controller, der Projektcontrolling und monatliche Statusberichte übernimmt, integriert in Tools wie Bexio und Google Drive.
Render Rae, der Internet-Recherche durchführt und Vorschläge für Blogposts oder Artikel erstellt.
Zusätzlich Alba Aday, die Brigittes Kalender verwaltet und Fokuszeiten erkennt, und Linky Lou, die CRM-Kontakte pflegt und mit dem UID Service verbindet.
Das Ergebnis ist beeindruckend: Brigittes E-Mail-Bearbeitungszeit sank von zwei Stunden auf nur 30 Minuten. Sie kann sich wieder auf Kunden, Studierende und strategische Mandate konzentrieren – auf das, was sie gerne tut und was kein Agent ersetzen kann: den Menschen. Die Arbeit macht wieder mehr Spass, mit weniger Ablenkung durchs «Daily Business».

Brigitte Hulliger teilt vier wichtige Erkenntnisse aus neun Monaten mit Miss Bizzy:

KI nimmt viel Arbeit ab: KI ist nicht die Zukunft, sondern funktioniert heute, jeden Tag.
Hirn ist trotzdem nötig: Man braucht sein Gehirn sogar mehr als vorher, hat aber endlich Zeit dafür, sich auf das Zwischenmenschliche zu konzentrieren.
Die Welt dreht sich unwahrscheinlich schnell: Permanente Anpassung ist nötig, da ständig neue Möglichkeiten entstehen.
Sichere Datenverarbeitung braucht eigenes Setup: Eine eigene Infrastruktur (z.B. mit Docker, GCP) ist für datenschutzkonforme KI erforderlich, was technische Skills erfordert und die Einstiegshürde erhöht.
Die Entwicklung von Agenten ist durch No-Code-Plattformen wie n8n oder make.com zugänglicher geworden, auch wenn für komplexe Setups noch Code nötig sein kann.

Ihre Botschaft: KI ist nicht die Zukunft, KI ist HEUTE. Brigittes Challenge an euch: Identifiziert eine repetitive Aufgabe, die euch jeden Tag nervt. Könnte ein Agent das übernehmen? Die Antwort ist wahrscheinlich ja, und der Einstieg ist einfacher als gedacht. Beginnt mit kleinen Schritten und konzentriert euch auf echte, nervige Probleme, nicht auf erfundene Szenarien.

Die Zukunft wartet nicht. Wir können sie heute bauen. Agent für Agent. Frustration für Frustration. Klick für Klick. Wenn KI uns die mühsame Arbeit abnimmt, haben wir mehr Zeit für das, was wirklich zählt – füreinander da zu sein.

Vielen Dank fürs Zuhören! Bis zum nächsten Mal.

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